Liebe Menschen,

Wir möchten Euch informieren wie der t*CSD dieses Jahr aussieht:

Von Montag, den 17.6.- Freitag, 21.6. findet eine Workshopwoche statt.
Dazu gibt es am Wochenende ein Programm mit allen Infos. Am Samstag, den 22.6. findet die t*CSD Demo statt. Auftaktkundgebung ist um 14 Uhr am Platz der Luftbrücke.
Abschlusskundgebung ist ab ca. 18 Uhr am Mariannenplatz.
In diesem Zeitraum wird es Redebeiträge und Performances geben.
Ein Straßenfest wird es dieses Jahr nicht geben.

Es gab nach der t*CSD Soliparty am 18.5. und dem ersten offenen Treffen danach Kritik an der /weiß/-dominierten Orga-Struktur des t*CSDs. Damit haben wir uns beschäftigt, weil wir die Diskussion wichtig finden. Für uns hat sich aufgrund der Kritik, dem Wunsch sich dafür Zeit zu nehmen, und der gleichzeitigen Tatsache, dass der t*CSD zeitnah stattfindet, und wir nur sieben Menschen in der Orga sind – die Frage gestellt ob und wie das Ganze dieses Jahr aussehen kann, und was wir überhaupt schaffen können.
Es gab ein offenes Treffen dazu, weil wir uns innerhalb der Orga-gruppe nicht einig waren, und das nicht alleine entscheiden wollten.
Auch auf dem Treffen gab es unterschiedliche Meinungen.
Relativ schnell war klar, dass die Demo und die Workshopwoche als politisch wichtig empfunden werden.
Diskutiert wurde über Sinn, Zweck und politische Notwendigkeit vom Straßenfest.

Verschiedene Positionen in den zwei offenen Treffen, und innerhalb der Orgagruppe waren:
aufgrund der seit einigen Wochen stattfindenden Diskussionen zu Rassismus in der queeren Szene gibt es nichts zu feiern
es ist wichtig die Bühne zu nutzen, um Rassismus und andere Dinge zu thematisieren
es soll alles stattfinden wie immer, weil es die Befürchtung gibt, dass sonst einige wenige Leute, die die Rassismus Diskussion öffentlich weiter führen, für ein Ausfallen des Straßenfestes verantwortlich gemacht werden, und das wäre falsch
Es gibt keine Kapazität und nicht genügend Leute, die sich beteiligen, deswegen absagen
es steckt viel Netzwerkarbeit innerhalb des Kiezes im Straßenfest, und ist mehr als nur Feiern
einen Tag lang die Straße erobern, ist ein wichtiger Ausdruck queerer Protestkultur
es wird hauptsächlich getrunken und gefeiert, das Bühnenprogramm und damit die politischen Inhalte gehen unter
das Problem ist nicht das Straßenfest, sondern liegt in Strukturen
immer wieder gibt es rassistische Vorfälle in der queeren Szene, meist gibt es ein kurzes Hochkochen und wenig Konsequenzen, vielleicht macht es Sinn mal was ausfallen zu lassen, damit mehr Leute aufgerüttelt werden
Frage: was für ein Zeichen würde es setzen das Straßenfest ausfallen zu lassen
einige waren unentschlossen oder hatten keine fertige Meinung

Im Endeffekt gab’s nicht genügend Zeit das auszudiskutieren und zum Beispiel auch die Perspektiven der Performer_innen, der Gruppen, die Infostände und Soli-stände beim Straßenfest machen (und darüber ihre politische Arbeit finanzieren), und viele andere mehr einzubeziehen, und in der nach wie vor kleinen Orga-gruppe, keine Kapazität das in der kürze der zeit noch zu organisieren.

So ist es dieses Jahr. Das ist der Stand der Dinge.

Wir sehen das als Chance, die bisherigen Strukturen aufzubrechen.
So wie es war, soll’s nicht weiter gehen. Der t*CSD ist das, was linke, queere Menschen aus ihr machen. Er sollte von mehr Menschen getragen und organisiert werden, mit verschiedenen Hintergründen, Lebensrealitäten und Positionen.

Uns ist es wichtig, dass sich die Auseinandersetzungen nicht im Sand verlaufen. Es gibt viel zu diskutieren, um Dinge zu verändern. Deshalb wird es in 6 bis 8 Wochen nach dem t*CSD eine offene Einladung von der Noch-orga-gruppe geben.
…in process

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